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Dienstag, 10. November 2015

Melasma

Melasma, dunkle überpigmentierte Flecken der Gesichtshaut, von denen meistens Frauen betroffen sind, oft nach Einnahme der Pille und während der Schwangerschaft. Es handelt sich um eine cirkadiane Unausgeglichenheit, mit überschiessender Lichtfreisetzung der Keratozyten, die die Pigmentierung der Melanosomen anregt.

Alle lebendigen Zellen geben Licht in einer bestimmten UV Frequenz in Form von Biophotonen ab. Normale sonnenexponierte Haut enthält viele rote Blutkörperchen.

Sonnenlichtexposition bewirkt eine stärkere Durchblutung der Haut und eine vermehrte Ansammlung von roten Blutkörperzellen an der Oberfläche. Diese enthalten hohe Konzentrationen von Katalyse, dem Enzym, das H2O2 in Wasser und Sauerstoff spaltet, und somit einen wichtigen Schutz vor freien Radikalen bietet.

Frauen mit Melasma leiden unter einem Mangel an Sonnenlichtexposition. Dies geschieht aufgrund des zu nördlichen Breitengrads, kosmetischem Sonnenschutz/Make-up und Sonnenbrillen/Kontaktlinsen. Das Retinale Pigmentepithel bekommt nicht mehr das benötigte UV Lichtsignal, um einen normalen Vitamin A Cyclus und endokrine Funktion zu starten. (D3, Östrogene, Progesteron). Niedrige Östrogenspiegel, Dehydrierung und Anämien sind die Folge.
UV-Licht und Erythrozytenansammlung erhöhen die venöse Sauerstoffversorgung.
Im Umkehrschluß kann man sagen, dass ein Mangel an Sonnenlicht zu Pseudohypoxie und sinkenden NAD+ Spiegeln in den Mitochondrien der Haut führt. Das wiederum bewirkt eine veränderte Ausschüttung von freien Radikalen und zu fehlerhafter Signalisierung.

Frauen, die sich wenig morgendlichem Sonnenlicht aussetzen, oder starken Sonnenschutz benutzen, haben wenig Erythrozyten, somit wenig Quinone, Phenole und Porphyrine in der Haut, die das volle UV Spektrum resorbieren, sowie wenig Sauerstoff und Katalase. Der pseudohypoxische Zustand verändert die Menge an produziertem H2O2. Da das Enzym Katalase vermindert auftaucht, welches normalerweise das angereicherte H2O2 abfängt, geben die Keratocyten in einer photochemischen Reaktion vermehrt ELF-UV Licht ab, welchen die darunterliegenden Melanosomen stimuliert mehr Pigment in diesem Gebiet zu erzeugen. Die Haut wird dunkler an den betroffenden Stellen.


Montag, 9. November 2015

Sonnenlicht und cirkadiane Uhr

Sonnenlicht enthält das volle Spektrum der Lichtfrequenzen. Besonders die UV-A und UV-B Anteile sind wichtig für die Signalisierung der Zellen untereinander. Obwohl der gesamte Tag diese Frequenzen enthält, also auch sanftes Spätnachmittaglicht, ist das Auffangen von morgendlichen Lichtfrequenzen durch das Auge von größerer Bedeutung.

Unsere cirkadiane Uhr wird immer morgens nach dem Aufstehen gestellt. Dafür sind Lichtphotonen des natürlichen Sonnenlichts verantwortlich, die denn suprachiasmatischen Nukleus (SCN), unsere  "Schrittmacher Uhr aufziehen“. Im RPE (retinales Pigment Epithel) wird am Tag optisches Melatonin gebildet, welches das Signal an die Zirbeldrüse weiterleitet, nachts Melatonin zu bilden. Ebenso wird ein Signal an die Mitochondrien gesetzt, Sauerstoffradikale im gewebeschonenden Triplett Zustand zu bilden.

Fehlt das Lichtsignal, ist der nächtliche Melatoninlevel reduziert, selbst wenn genug DHA in der Zellmembran vorhanden ist, und das  abendliche Blaulicht ausgeschlossen wird.

Sauerstoffradikale in der zerstörerischen Singet Form entstehen, die auch eine reibungslose Replikation der mitochondrialen DNA verhindern. Mitochondiopathie und Pseudohypoxie ist die Folge. Ist die Menge des nachts gebildeten Melatonins gering, reduziert sich über einen  Rückkopplungsmechanismus auch die Menge des morgendlichen Cortisol-Spikes.

Das Cortisol am Morgen wird über Lichtphotonen, die wir am morgen aufnehmen, inhibiert, was zu der optimalen Abfallkurve der Cortisollevel am Tage führt. Fehlt aber das Lichtsignal aufgrund von z.B. Tragen von Kontaktlinsen oder Sonnenbrillen, Aufhalten in geschlossenen Räumlichkeiten mit künstlicher Beleuchtung, kommt es zu unnatürlichen Schwankungen im Cortisol Tagesrhythmus.



Die zirkadiane Uhr

Den richtigen Lichtfrequenzen zu den richtigen Uhrzeiten ausgesetzt zu sein, ist von immenser Bedeutung, wenn man auf dem Pfad der Gesundheitsoptimierung wandeln möchte. Dabei ist die natürliche Lichtfrequenz, die zu bestimmten Tageszeiten herrscht, eine gute Richtlinie.

Um die zirkadiane Uhr zu stellen, ist Sonnenlicht am Morgen nötig. Hierbei entscheidend ist das UV-Spektrum von 290-420 nm. Diese kürzeren Wellenlängen werden gebraucht, um die Ausschlusszone in den Geweben, die viskös ist, gut zu durchdringen. Gleichzeitig wächst die Ausschlusszone durch UV-Einstrahlung und das Kollagen wird wieder in die Triplehelix zurückgewunden. Nachts sollten Frequenzen im sichtbaren Blaubereich gemieden werden, in den Frequenzen zwischen 420-480 nm. Hier in diesen Frequenzen aktiviert Melanopsin die Zirbeldrüse, Melatonin zu bilden.

Licht unterhalb 480 nm zerstört Melatonin. Ein guter Schlaf wird unmöglich, und das fehlende Melatonin zieht weitreichende biochemische Konsequenzen. Die zentrale Retina benutzt Morgenlicht, um die Hirnanhangsdrüse an- und die Zirbeldrüse auszuschalten. Die morgendlichen Frequenzen sind stärker und können die Freisetzung von Hormonen der Hirnanhangsdrüse des Hirnvorderlappens bewirken. Hämoglobin der roten Blutkörperchen besteht genau – wie das Chlorophyll der Pflanzen – aus einem Porphyrinring mit 4 Stickstoffatomen, die ein Eisenatom einschließen (Chlorophyll schließt Magnesium ein). Wenn das Hämoglobin die UV Strahlung aufnimmt, sind die Stickstoffatome dafür verantwortlich, sie runterzupowern und mit längerer Wellenlänge (also schwächerer Power) an die umliegenden Zellen weiterzuleiten. Fehlt die morgendliche UV Strahlung an der Hautoberfläche, fehlt auch die signalisierende Frequenz tiefer im Gewebe und Arteriolen, die das Gewebe mit Sauerstoff versorgen.

Durch Morgenlichtfrequenzen auf der Haut sammeln sich die roten Blutkörperchen an der Oberfläche und transportieren Sauerstoff in die Mitochondrien. Der venöse Sauerstoffgehalt wird erhöht. Das Ausbleiben dieser natürlichen Mechanismen durch fehlendes Licht kann zu Autoimmunreaktionen und Fettleibigkeit führen.