Sonnenlicht enthält das volle Spektrum der Lichtfrequenzen. Besonders
die UV-A und UV-B Anteile sind wichtig für die Signalisierung der
Zellen untereinander. Obwohl der gesamte Tag diese Frequenzen enthält,
also auch sanftes Spätnachmittaglicht, ist das Auffangen von
morgendlichen Lichtfrequenzen durch das Auge von größerer Bedeutung.
Unsere
cirkadiane Uhr wird immer morgens nach dem Aufstehen gestellt. Dafür
sind Lichtphotonen des natürlichen Sonnenlichts verantwortlich, die denn
suprachiasmatischen Nukleus (SCN), unsere "Schrittmacher Uhr
aufziehen“. Im RPE (retinales Pigment Epithel) wird am Tag optisches
Melatonin gebildet, welches das Signal an die Zirbeldrüse weiterleitet,
nachts Melatonin zu bilden. Ebenso wird ein Signal an die Mitochondrien
gesetzt, Sauerstoffradikale im gewebeschonenden Triplett Zustand zu
bilden.
Fehlt das Lichtsignal, ist der nächtliche Melatoninlevel
reduziert, selbst wenn genug DHA in der Zellmembran vorhanden ist, und
das abendliche Blaulicht ausgeschlossen wird.
Sauerstoffradikale
in der zerstörerischen Singet Form entstehen, die auch eine reibungslose
Replikation der mitochondrialen DNA verhindern. Mitochondiopathie und
Pseudohypoxie ist die Folge. Ist die Menge des nachts gebildeten
Melatonins gering, reduziert sich über einen Rückkopplungsmechanismus
auch die Menge des morgendlichen Cortisol-Spikes.
Das Cortisol am
Morgen wird über Lichtphotonen, die wir am morgen aufnehmen, inhibiert,
was zu der optimalen Abfallkurve der Cortisollevel am Tage führt. Fehlt
aber das Lichtsignal aufgrund von z.B. Tragen von Kontaktlinsen oder
Sonnenbrillen, Aufhalten in geschlossenen Räumlichkeiten mit künstlicher
Beleuchtung, kommt es zu unnatürlichen Schwankungen im Cortisol
Tagesrhythmus.