Montag, 9. November 2015

Sonnenlicht und cirkadiane Uhr

Sonnenlicht enthält das volle Spektrum der Lichtfrequenzen. Besonders die UV-A und UV-B Anteile sind wichtig für die Signalisierung der Zellen untereinander. Obwohl der gesamte Tag diese Frequenzen enthält, also auch sanftes Spätnachmittaglicht, ist das Auffangen von morgendlichen Lichtfrequenzen durch das Auge von größerer Bedeutung.

Unsere cirkadiane Uhr wird immer morgens nach dem Aufstehen gestellt. Dafür sind Lichtphotonen des natürlichen Sonnenlichts verantwortlich, die denn suprachiasmatischen Nukleus (SCN), unsere  "Schrittmacher Uhr aufziehen“. Im RPE (retinales Pigment Epithel) wird am Tag optisches Melatonin gebildet, welches das Signal an die Zirbeldrüse weiterleitet, nachts Melatonin zu bilden. Ebenso wird ein Signal an die Mitochondrien gesetzt, Sauerstoffradikale im gewebeschonenden Triplett Zustand zu bilden.

Fehlt das Lichtsignal, ist der nächtliche Melatoninlevel reduziert, selbst wenn genug DHA in der Zellmembran vorhanden ist, und das  abendliche Blaulicht ausgeschlossen wird.

Sauerstoffradikale in der zerstörerischen Singet Form entstehen, die auch eine reibungslose Replikation der mitochondrialen DNA verhindern. Mitochondiopathie und Pseudohypoxie ist die Folge. Ist die Menge des nachts gebildeten Melatonins gering, reduziert sich über einen  Rückkopplungsmechanismus auch die Menge des morgendlichen Cortisol-Spikes.

Das Cortisol am Morgen wird über Lichtphotonen, die wir am morgen aufnehmen, inhibiert, was zu der optimalen Abfallkurve der Cortisollevel am Tage führt. Fehlt aber das Lichtsignal aufgrund von z.B. Tragen von Kontaktlinsen oder Sonnenbrillen, Aufhalten in geschlossenen Räumlichkeiten mit künstlicher Beleuchtung, kommt es zu unnatürlichen Schwankungen im Cortisol Tagesrhythmus.