Montag, 9. November 2015

PALB2 Gen erheblich beteiligt an Brustkrebs

In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 70.000 Frauen an Brustkrebs. Etwa fünf bis zehn Prozent von ihnen haben eine familiäre Anlage dazu: Sie tragen bestimmte Brustkrebsgene in sich. Die bekanntesten sind BRCA1 und BRCA2. Sie bergen ein Lebenszeitrisiko von bis zu 80 Prozent, an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken. Angelina Jolie, die hiervon betroffen ist, ließ sich aus diesem Grund im vergangenen Jahr vorsorglich beide Brüste amputieren.

Jetzt haben Krebsforscher herausgefunden, dass es noch ein weiteres Risikogen gibt, das die Entstehung von Tumoren begünstigt. Schon seit längerer Zeit wurde vermutet, dass auch das Gen PALB2 an der Entstehung von Brustkrebs beteiligt ist. Ein wissenschaftlichen Beweis hierfür lieferten jetzt Forscher der Krebsklinik „City of Hope Cancer Center“ in Duarte (Kalifornien) im Rahmen einer Studie. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachmagazin „New England Journal of Medicine“.

Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftler 362 Mitglieder von 154 Familien, in denen PALB2-Mutationen nachgewiesen waren. Dabei zeigte sich, dass bei Trägerinnen des Gendefekts eine 14-prozentige Wahrscheinlichkeit vorlag, bis zum 50. Lebensjahr an Brustkrebs zu erkranken. Das ist rund acht- bis neunmal höher als in der Normalbevölkerung, wie die Forscher schreiben.
Die Salvagene Gen Analysen haben wie 12 andere Brustkrebsgene PALB2 schon länger als Standard Analyse aufgenommen.