Dienstag, 10. November 2015

Was können wir von den Telomeren lernen?

Nicht alle Individuen einer Art altern mit der gleichen Geschwindigkeit. Aus diesem Grund ist es wichtig, molekulare BioMarker zu identifizieren mit denen man das Fortschreiten des Alterungsprozesses berechnen kann. Diese Informationen sind nützlich damit das vorzeitige Auftreten von Alterserscheinungen antizipiert werden kann. Zusammen mit dem betreuenden Gesundheitspersonal beinhaltet dies: Das Ändern von LifeStyle (z.B. Übergewicht und Rauchen konnten mit erhöhtem Telomerlängenverlust in Verbindung gebracht werden, wohingegen Bewegung und gesunde  Ernährung diesem entgegenwirken), dem kontrollierten Verfolgen ihrer Telomerlänge über viele Jahre und dem möglichen Einnehmen von Telomerase-Aktivatoren. Immer mehr Studien unterstreichen die Telomerlänge als einen guten Indikator für den Alterungsprozess in einem Organismus.

Welche Faktoren beeinflussen die Telomerlänge?

Genetische Voraussetzungen und der LifeStyle sind die beiden wichtigsten Faktoren, welche die Telomerlänge und die Geschwindigkeit der Telomerverkürzung beeinflussen. Gewisse Lebensgewohnheiten konnten stark mit langen und kurzen Telomeren in Verbindung gebracht werden. Beispiele sind das Rauchen, Übergewicht und psychologischer Stress. Diese drei Faktoren erhöhen den oxydativen Stress und Entzündungsreaktionen, was eine schnelle Telomererosion zur Folge hat. Andere Faktoren wie das Essverhalten, Bewegung und Schlaf haben tendenziell ebenfalls einen Einfluß auf das biologische Altern. Im Moment werden Therapien entwickelt, welche die Telomerase aktivieren und die Telomere „verjüngen“. Die Bestimmung der Telomerlänge ist dabei wichtig um diese Therapien auf ihre Effizienz zu prüfen.