Mittwoch, 11. November 2015

Osteoporose, Teil 1

Der Knochen ist ein sehr aktives Gewebe mit einer hohen Turnover Rate. Ständig wird Knochen in beanspruchten Gebieten auf- und in weniger belasteten wieder abgebaut. Der Energieumsatz, der hierfür erforderlich ist, ist enorm hoch.  Diese Verbindung zur Energie ist für die Abhängigkeit des Knochens vom Hormon Leptin verantwortlich.

Konventionellerweise wird die Osteoporose als eine Erkrankung des Knochens im Alter angesehen; besonders bei menopausalen Frauen.

Sie ist direkt proportional zu sinkenden Hormonspiegeln, die nach der Menopause auftreten.

Herkömmlicherweise werden Calciumpräparate und hochdosiertes Vitamin D3 verschrieben, in progressiveren Fällen Bisphosphonate oder andere Medikamente, die mit vielfältigen Nebenwirkungen einhergehen. Doch die Ätiologie der Osteoporose ist komplexer als allgemein angenommen wurde. Bisweilen ging man davon aus, dass nach dem Wolffschen Gesetz Belastung förderlich ist für eine Knochenapposition. Knochen, der stärker belastet wird, ist gesünder. Das würde weiterführend bedeuten, dass übergewichtige Menschen, auf deren Knochen eine größere Last einwirkt, wenig an Osteoporose leiden, genausowenig wie junge Frauen mit hohen Östrogenspiegeln.

Doch in jüngerer Zeit wurde genau das Gegenteil beobachtet:

Menschen aller Altersgruppen, auch sehr junge und sehr übergewichtige, litten unter progressiver Osteoporose, so dass weitere verantwortliche Faktoren untersucht wurden.



Ernährung

Die Ernährung spielt eine große Rolle bei der Entstehung der Osteoporose.

Auffallend ist, dass der Konsum von tierischen Proteinen zu einem geringeres Risiko führt, an Knochenfrakturen zu erleiden.(4,5-fach geringer). Interessanterweise gilt dasselbe nicht für pflanzliche Proteine. Hier vergrößert sich das Risiko eher ein wenig.

Das höchste Risiko Knochenbrüche zu erfahren, findet man bei  stark kohlehydratreichen Ernährung, am stärksten ausgeprägt in einer westlichen Diät mit vielen raffinierten, prozessierten Nahrungsmitteln. (4,9-fach erhöhtes Risiko).

Gute Fette sind notwendig für eine Cholesterinbildung, die die Grundlage für unsere Hormone sind. Gute hohe Hormonspiegel, wie Testosteron, DHEA und Östrogen, sind wiederum protektive Faktoren für eine Osteoporose.